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DIS ist… #1

DIS ist… zu sagen man fühle sich 20 Jahre jünger und es wirklich zu meinen.

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6 Kommentare zu “DIS ist… #1

  1. Als Außenstehender bin ich bemüht, aus möglichst vielen Blickwinkeln wahrzunehmen. Und der (Aber-)Glaube ist sicher der Traditionellste: Als Du Dich mit dem Goofy-Shirt wiederfandest, könnte nicht zwischenzeitlich eine fremde Seele in Dich gefahren sein? Und wie bei einer Festplatte, die nicht professionell formatiert wurde, ist ein Empfinden von dieser Seele in Dir geblieben. Bestimmt gibt es Gesellschaften, wo man Dein Leiden als „Gabe“ ansieht, und von weither Neugeborene bringt, damit Du sie segnest.
    Was die Bitternis des Alterns betrifft, müsste man vielleicht weite Teile der Menschheit für behandlungsbedürftig erklären, Diagnose: “ Jugend- und Schönheitswahn“. Männer, wie sie guten Gewissens Teenager anflirten, Frauen, die sich ätzendes Zeug ins Haar schütten, sich Gift spritzen lassen oder sich unters Messer legen… Am liebsten möchte ich jeden Meter stehen bleiben und ausrufen, dass das doch alles Wahnsinn ist!

  2. Nein, fremde Seelen fahren da nicht in einen. Wenn wir das Bild der Festplatte nehmen, dann kann man das eher mit einer Partition vergleichen.

    Die Anderen in mir, die Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen, gehören alle zu einer Gesamtpersönlichkeit, nur sind diese „Anteile“ mit sog. amnestischen Barrieren voneinander getrennt. Wir haben sowas wie Mauern im Kopf. Die Kinder z.B. sind Bestandteile der urspr. Persönlichkeit, die abgespalten wurden und in einem bestimmten Entwicklungszustand eingefroren sind. Ein Schutzmechanismus der menschlichen Seele. Es gibt Kulturen, in denen solche dissoziativen Zustände als erstrebenswert gelten und wie du schriebst als „Gabe“ gesehen werden. Hier in Mitteleuropa ist das generell nicht der Fall, da gilt man eher als verrückt 😉

    Eine Bitterkeit bezüglich des Alterns empfinde ich nicht, das war auch nicht die Intension dieses kleinen Posts.

    Mit dem Wahnsinn, da geb ich dir uneingeschränkt recht 😉

  3. So wie ich es lese, ist Dir regelmäßig unbekannt, wer etwa das Goofy-Shirt überzieht, während der Vorlesung mitschreibt oder im Kaufhaus Regale abräumt.
    Nun gibt es ja auf er Welt Wesen, denen es gegeben ist, Leben noch über Kilometer Autobahn zu wittern. Könnten diese Wesen denken wie wir, auf welche Weise würden sie sich erklären, dass sie Leben wahrnehmen, wo tatsächlich blanker Asphalt ist? Ganz natürlich hat man dann wohl sich selbst im Verdacht, dass etwas in einem wirkt und keine Ruhe lässt.
    Oder neulich ein faszinierender Traum, wo ich mich bei vollem Bewusstsein vor einem getäfelten Gerichtssaal sehe und ihn in bewusstester Neugier betrete, mich dort von einer Dame richten zu lassen, die beinahe das Bild eines Menschen war, der irgendwann irgendwo existiert haben MUSS!
    Obendrein ich nicht wissen will, wer mir über all die vielen Ports bereits auf die Festplatte gekommen ist, mich zum Bot seiner Zwecke zu machen.
    Wobei das um zwanzig Jahre jüngere Sein mich erinnert an diverse Rückführungen, die seltsamerweise niemand durchlebte als Henker oder Galgenvogel. Fast ein Schlag ins Gesicht etwa, dass ausgerechnet der hochwohlgeborene Sohn des Mäzens eines Klosters von den Mönchen dort angesehen wurde als Reinkarnation landesweit berühmter Geistlicher.
    Beeinflusst es wohl den Leidensdruck, ob man sich für verrückt hält oder heilig, für krank oder auserwählt?

  4. Du hast dann ja auch gelesen, dass diese Texte von uns vor ca. 7 Jahren verfasst wurden und Episoden aus unserem Leben darstellen. Heute haben wir intern eine ganz passable Kommunikation, zwischen den Innenpersonen gibt es Austausch und man kann nachvollziehen wer von uns wann was gemacht hat (im Regelfall und auf den normalen Alltag bezogen).

    Nochmal, da es nicht ganz angekommen scheint: DIS hat nichts mit besessen sein von anderen „Wesen“ zu tun.

    Sicherlich hat die eigene Wahrnehmung etwas mit dem Leidensdruck zu tun, noch wichtiger ist da aber eine gute Information über die vorliegenden Probleme, nennt man heute „Psychoedukation“, denn Unwissenheit und Unverständnis verstärken das Gefühl der Bedrohung. Wissen und Information sind Verdrängung und Mystifizierung immer vorzuziehen.

  5. Wenn ich bedenke, dass meine Oma mit 70 uralt war, dann freue ich mich, dass wir heute mit 60 noch frisch genug sind, uns betätigen zu können, wo wir es mögen.

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