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DIS ist… #2

DIS ist… wenn man die hitzigsten Diskussionen noch immer mit sich selber führt.

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8 Kommentare zu “DIS ist… #2

  1. Wann immer sie in Not sei, gehe sie zum Grab ihres Vaters. Der sage ihr dann genau, was sie zu tun habe. Das gestand mir eine ältere Dame.
    „Dein Schweigen ist Beredsamkeit geworden, während jene, die noch sprechen können, stumm bleiben“, beschreibt Edouard Leve seinen Dialog mit einem Toten.
    Weite Teile der Menschheit bestehen darauf, mit ihrem hingeschiedenen (Gott-)Vater umzugehen. Während das Selbstgespräch keinen guten Ruf hat: „Sein Freund Harvey!“
    Wohl weil gesellschaftliche Sanktionen bis hin zur Isolationsfolter bei „Selbstbefriedigern“ weniger wirksam sind.
    Seit den Heteronymen von Fernando Pessoa, sind die Helden meiner Erzählungen grundsätzlich allein noch mit sich selber befasst. So wie Kinder mit ihren Puppen. Keine Heuchelei nirgends, in anderen mehr zu sehen, als die Projektionsfläche eigener Bedürfnisse.

  2. Ich weiß nichtmal wo ich anfangen soll.

    Ich war hart dran deinen Kommentar diesmal zurückzuweisen, da er erneut am Thema vollkommen vorbeischießt. Imaginierte Gespräche mit Toten, Puppen oder sich selbst sind im Kern völlig anders motiviert. Norwegen und Island sind von uns aus gesehen auch im Norden, aber nicht dasselbe, nicht gleich und nichtmal in der Nähe.

    Auch muss ich dir inhaltlich widersprechen. Selten findet man mehr Manipulation der Umstände um eine Bedürfnisbefriedigung zu erreichen als im Selbstgespräch. Hier gibt es keine kontrollierenden Instanzen. Übertrieben gesagt ist es Narzissmus in Reinkultur.

    Auch wenn ich dein Heranziehen von Beispielen der Literatur schätze (die hobbypsychologischen Interpretationen weniger), so hat es dennoch nichts mit dem ursprünglichen Thema des Posts und des Blogs allgemein wenig bis gar nichts zu tun.

    Dennoch danke für den Kommentar. Ich hoffe es hilft das Konzept der DIS besser zu verstehen, gerade wenn man anführt, worum es dabei nicht geht.

  3. Ist Dein Blog geschrieben für Betroffene oder für Außenstehende? Wegen mir muss hier niemand den Erklärbären machen. Wenn Ihr hier unter Euch bleiben wollt, dann tut es mir leid, dass ich mich eingemischt habe.
    Ich weiß nicht, ob die ältere Dame ihren Vater „imaginiert“, ob jemand im Kloster streng nach Geboten lebt in dem Bewusstsein, dass er sich seinen Gott bloß einbildet!
    Natürlich ist es ein Unterschied, ob ich diskutiere mit zwölf olympischen Göttern oder mit zwölf Persönlichkeiten in mir drinnen, aber mir erschließt sich der große Unterschied nicht zwischen diesen beiden Überzeugungen. Zumal auf jeden, der an der Existenz mehrerer Persönlichkeiten forscht, Tausende kommen, welche einem die Existenz Gottes beweisen wollen.

  4. Natürlich ist der Blog nicht nur für Betroffene und es ist kein Kreis für Eingeweihte, die unter sich bleiben wollen. Genauso ist mir klar, dass das Konzept der „gespaltenen Persönlichkeit“ nicht leicht verständlich ist, zumal sich im Allgemeinverständnis viele Mythen und gegenteilige Konzepte eingemischt haben.

    Ich möchte mich bemühen hier eine möglichst korrekte Darstellung der DIS sowie das eigene Empfinden dazu darzustellen.

    Ich freue mich auch sehr über deine Kommentare und nehme sie als Anregung. Ich war lediglich heute etwas irritiert, weil ich meinte dieses Missverständnis bezüglich der DIS in den vergangenen Diskussionen hier ausgeräumt zu haben. Ich denke ich werde dazu auch noch einmal einen Artikel hier im Blog schreiben. Gerade das Thema Dissoziation und wahnhaftes Erleben (wozu die meisten der hier von dir angesprochenen Phänomene zählen) scheint interessant zu sein.

  5. Der Unterschied liegt darin das Innenpersonen real und nachweisbar existieren und nicht nur eine Imagination der eignen Bedürfnisse darstellen. Gleiches lässt sich nicht mit selber wissenschaftlichen Methodik von der Existenz Gottes behaupten.
    Das wäre ja so, als würdest du sagen das DIS und Schizophrenie im Kern das gleiche wären weil man in beiden Fällen Stimmen hört.

    Das alles hat wohl nichts damit zu tun das dieser Blog ausschließlich für Insider sein soll, jedenfalls habe ich es so verstanden. Ich sehe es eher so das deine philosophischen Betrachtungsweisen mit den darin enthaltenen Implikation schlicht an der Realität vorbeigehen und auch am Inhalt der Beiträge.

  6. Mittlerweile habe ich mir über die Diagnostik einen groben Laienüberblick verschafft: Interviews, Fragebögen, spezifische und weniger spezifische Symptome… Drumherum eine von Fachleuten offenbar hochemotional geführte Debatte. Nach Blutzuckermessen klingt das für mich nicht unbedingt.
    Man erkenne meine Kommentare bitte als die eines Kindermundes, über den die Erwachsenen nach Herzenslust schmunzeln dürfen.

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