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DIS ist… #4

DIS ist… deinen Mann anzubetteln endlich in den neuesten James Bond zu gehen und dafür einen verständnislosen Blick und die Antwort: „Aber Schatz, den haben wir doch gestern Abend im Kino gesehen.“ zu ernten.

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7 Kommentare zu “DIS ist… #4

  1. Ich hoffe, das ist nicht total fehl am Platz, wenn ich jetzt lachen musste. Ach und überhaupt: Ich finde den neuen James Bond genial. Ihr habt sicher verschiedene Meinungen dazu. =)

    Lieben Gruß an euch.

      • Haha, so ist das also, okay! =)

        Wisst ihr, ich hab‘ da noch eine Frage und hoffe, dass ich euch da nicht zu nahe trete: Hättet ihr denn gerne nur eine einzige Persönlichkeit? Oder könnt ihr euch die Beschränktheit der Normalos gar nicht mehr vorstellen?

      • Hallo Sherry

        Eine recht knifflige Frage zu der ich mich in nicht allzu ferner Zukunft etwas ausführlicher hier im Blog auslassen wollte. Für die meisten Therapeuten ist die Verschmelzung eines multiplen Systems zu einer einzigen Persönlichkeit („Fusion“, meist aber schlicht „Integration“ genannt) das primäre Therapieziel. Für viele Systeme ist es das nicht, zum einen weil ich glaube, dass es für viele kaum vorstellbar ist „nur noch“ eine Person zu sein (wie auch, man kennt es ja nicht), zum anderen schwingt da auch die Angst mit, dass mit einer Integration Eigenschaften, Wesenszüge oder Fähigkeiten bestimmter Innenpersonen verlorengehen, diese regelrecht „sterben“.

        Wir konnten uns eine Fusion unseres gesamten Systems nicht vorstellen, zum einen, weil wir (noch) nicht wissen, wie wir all die unterschiedlichen Vorstellungen hier unter einen Hut bringen sollten, zum anderen ist Dissoziation noch immer der Hauptverarbeitungsmechanismus bei uns, wir sind noch zu „spaltungsfreudig“. Wir lehnen so eine Fusion/Integration für uns weder ab, noch arbeiten wir aktiv darauf hin (was auch daran liegt, dass wir gar nicht wissen, wie wir das bewerkstelligen sollten). Bei uns ist es so, dass jede Innenperson für sich alleine genommen deutlich weniger Energie für sich zu Verfügung hat, als es ein „Normalo“. Ich z.B. könnte es mir kaum vorstellen den ganzen Tag lang „draußen“ zu sein, nach spätestens zwei Stunden brauch ich ne Pause, weil ich fix und alle bin. Wir sind froh, wenn wir als System so gut funktionieren, dass wir uns im Alltag unauffällig die Klinke in die Hand geben können und so gut miteinander kommunizieren, dass es keine gravierenden Zeitlücken gibt.

        Interessanterweise hatten wir vor einigen Wochen die Situation, dass eine ganze Gruppe von Personen, die hier in aller Regel den Alltag managen eine temporäre Fusion eingegangen sind. Für uns war das eine extreme Erfahrung, weil es so ungewohnt anders war. Es hat uns auch viele Ängste genommen, denn nichts ist verlorengegangen. All diese Personen waren ein „Ich“, alle Fähigkeiten und Eigenschaften blieben erhalten, dieses neue „Ich“ hatte mehr Kraft als es einer der ursprünglichen Anteile alleine hatte. In dieser Zeit fiel der Alltag viel leichter, man war weniger erschöpft. Dieser Zustand war nicht von Dauer und das „Ich“ zerfiel wieder in die ursprünglichen Anteile – aber wir wissen heute, dass es möglich ist, dass es spontan aus uns heraus funktionieren kann. Wir werden wahrscheinlich nie das gesamte System zu einer Person verschmelzen (können), aber wir sehen nun, dass wir das wenigstens für die von uns anstreben, die sämtliche alltäglichen Belange managen.

  2. 😀 wir mögen euer: DIS ist… super gern! Wir müssen jedesmal wieder lachen, denn wir kennen das allzu gut.
    Wie oft haben wir es das wir unserer Partnerin sagen, dass wir irgendeine Serie oder irgendeinen Film gucken wollen und sie, dann mal wieder, bekannt gibt, dass das mindestens einmal schon gesehen wurde 😀

  3. Ich danke euch von Herzen, dass ihr mir das erklärt habt. Für mich war auch der Aspekt neu, dass ihr – jeder für sich – weniger Energie zur Verfügung habt. Ich frage mich da gerade, ob man das tatsächlich auch physiologisch messen kann und ob ihr mehr esst als andere Menschen oder mehr Schlaf braucht. Es ist für mich faszinierend, wie ihr überlebt und ich bin mir dessen bewusst, dass es wichtig ist, dass ihr viele seid. Erstaunlich, dass wir Menschen dazu in der Lage sind, auf diese Art zu überleben. Ich werde mir eure Antwort später, wenn ich etwas mehr Ruhe habe, noch einmal durchlesen. Da gehen mir soviele Gedanken durch den Kopf. Allein die Tatsache, dass ich darauf achte, euch nicht mit „du“ anzusprechen, dass ich bei dieser Kommunikation versuche, mir vorzustellen, dass ich gerade mit einer Silhouette, aber vielen Persönlichkeiten spreche, erstaunt mich so sehr.

    Danke und bis bald!

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