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Etwas Schönes

Gestern ist hier auf einen Schlag mehr Schnee vom Himmel gefallen als im gesamten Winter zuvor.

Ich liebe das weiße Funkeln, ich liebe es, wenn die Luft so kalt ist. Es gibt mir das Gefühl besser atmen zu können. Ich habe heute Nacht draußen mein Gesicht im Schnee vergraben. Einfach inne gehalten. Für ein paar Minuten ist die Welt stehen geblieben. Es war still. Mein Kopf war kühl, im buchstäblichen und übertragenen Sinn.

Ich nehme Abschied vom Winter. Die Tage sind schon länger geworden, die Sonne scheint öfter. Bald werde ich ohne dunkle Brille draußen nichts mehr sehen können und ohne Sunblocker zu Staub zerfallen (wahrscheinlich wurde einer meiner Vorfahren von einer Fledermaus gebissen).

Nur der Kater sitzt auf dem Fensterbrett und schaut unzufrieden nach draußen. Mit anklagendem Maunzen drückt er sein Missfallen darüber aus, dass ich schon wieder dieses eklige, weiße Zeug überall auf den Boden verteilt habe, dass so blöd an Pfoten und Bauch kleben bleibt um dort langsam zu schmelzen.

Dass ich mich aber auch überhaupt nicht schäme…

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11 Kommentare zu “Etwas Schönes

  1. Ich finde, dass Kälte einem auch oft zeigt, das man lebt 🙂 Also empfinde ich das. Es ist für mich auch nicht die Kälte, die mich so ankotzt, sondern eher der glatte Schnee. Wäre der Schnee nicht so „gefährlich“ in manchen Situationen, dann würde er mir auch nichts ausmachen. Da ich damals einen Unfall hatte wegen Glätte ist er irgendwie ein Feind für mich, auch wenn ich versuche so gut wie möglich mit ihm umzugehen.

    Liebe Grüße,
    Sarah

    • Hallo Sarah

      Das ist leider die Kehrseite, die die Freude doch sehr trübt. Ich kann mich auch deutlich leichter freuen, wenn ich weiß, dass wenigstens die Straßen frei sind oder ich dann nicht zwingend auf Fortbewegungsmittel mit Rädern angewiesen bin (und ich empfinde mich als äußerst privilegiert, dass das meißte meines (Arbeits)alltags auf Schusters gut beschlagenen Rappen erledigen kann :mrgreen: ).

  2. Ich habe keinen Bock mehr auf Winter. Heute scheint die Sonne, dann ist es etwas erträglicher. Vorallem habe ich keine Lust mehr auf Schneeschieben. Höre ich den Nachbarn mit seinem Schieber, bekomme ich schon die Null-Bock-Laune. Immer dieser Gruppenzwang!
    Bald ist der Schnee weg und die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf. Ich freue mich auf den Frühling.

    • Ich versuche deine Sicht einfach mal zu akzeptieren :mrgreen:

      Aber auch ich muss zugeben, dass ein Winterende seine Vorteile hat. Nicht zuletzt, weil meine Freunde besser gelaunt sein werden… von denen kann keiner meine diesbezüglichen Ansichten teilen :mrgreen:

  3. Ich bin kein Freund vom Winter. Leider kehrt er gerade auch hier zurück mit Schneefall.
    Aber ich weiß, dass das nicht mehr lange andauern kann und dann kommt endlich wieder die schöne Zeit für mich.

    • Auch wenn es einige Wochen gedauert hat, jetzt darf man ja schon vorsichtig auf Frühling spekulieren – und Katerchen kann seinem Hobby dem Vögelchennachschaun frönen, scheint interessanter als Passanten mit dicken Regenmänteln :mrgreen

      • Da sagst du was, hier war kurz der Frühling da, eben fängt es zu regnen an, gsd war ich schon laufen.

        Katers sind noch im Wintermodus, die schlafen ganztags um in der Nacht auf die Pirsch zu gehen gggg

  4. Hmm, ich kann nachvollziehen, dass Du am Schnee Freude hast, wenn bis jetzt noch nicht so viel davon zu sehen war. Aber was mich betrifft, so habe ich langsam wirklich die Nase voll davon. Seit Ende Oktober liegt bei uns immer wieder Schnee, mal mehr (bis 80cm) mal weniger. Ich sehen mich nach Frühling, nach Blumen, nach Sonne, nach warmem Wind. Ich will ohne Mütze, dicken Schal und gefütterte Jacke nach draussen gehen und mich in die Sonne setzen können. Also verstehe ich Deinen Kater, der es überhaupt nicht mag, wenn Du dieses weisse Zeug nach drinnen trägst. 😉

  5. Ich liebe die Kälte und den Schnee auch. Aber alle um mich herum sind so mies gelaunt, dass ich mir für sie gewünscht habe, dass bald Frühling wird. Dabei bin ich definitiv ein Herbst- und Winterkind. Aus ähnlichen Gründen wie bei dir: Kälte bringt den Schmerz ein wenig zum Stillstand.

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